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Baumgräber auf den kommunalen Friedhöfen der Stadt Potsdam

Um den Wunsch vieler Potsdamer Bürgerinnen und Bürger nach naturnahen und zukunftsweisenden Beisetzungsformen zu verwirklichen, wurden auf dem Neuen Friedhof Potsdam und dem Friedhof Goethestraße Grabfelder für Urnenbeisetzungen an Bäumen eingerichtet.

Dabei besteht die Möglichkeit je nach Wunsch der Hinterbliebenen,  die Urnen an einem neu gepflanzten oder einem schon bestehenden und gewachsenen Baum beizusetzen.
Unterschieden wird in Reihengrabstellen für die Beisetzung einer Urne und in Wahlgrabstellen für die Besetzung von zwei Urnen.

Die Urnen werden zur Schonung der Wurzelbereiche ca. 1,00 – 1,50 Meter vom Stammbereich der Gehölze beigesetzt. Die Pflege der Wiesenflächen innerhalb der Bestattungsfläche beschränkt sich auf den Rasenschnitt zur Gewährleistung der gefahrlosen Erreichbarkeit der Grabstätten und wird von der Friedhofsverwaltung durchgeführt.

Vor der Entscheidung zur Beisetzung eines Familienmitgliedes am Baum sollten einige wichtige Aspekte beachtet werden.
Baumstellen sind keine individuellen Grabstätten im herkömmlichen Sinne. Es ist zwar erwünscht, einen Findling als Grabkennzeichnung an der Beisetzungsstelle zu legen, weitere persönliche Gestaltungelemente auf der Fläche oder die Ablage von Blumen und Gebinden um den Baum sind nicht möglich.

Aus folgenden Gründen:

Baumbestattungen auf den kommunalen Friedhöfen der Landeshauptstadt Potsdam sollen Bestattungsflächen in freier Natur abbilden. Das Ursprungsland von Baumbestattungen ist die Schweiz mit dem Hintergrund einer naturnahen letzten Ruhestätte. Bei solch einer Bestattungsform wäre es ungewöhnlich, mit kultivierten Gehölzen, Stauden oder Einjahresblumen die Fläche zu gestalten oder gar anderweitige Gestaltungselemente einzubeziehen.
Viele Nutzer entscheiden sich gerade wegen der gewollten Natürlichkeit der Grabanlage für diese Bestattungsart. Respektieren Sie bitte die Regeln der Baumbestattungen und den letzten Willen der Verstorbenen. In diesem Fall kann man nicht das Neue wünschen und mit anderen herkömmlichen Ritualen verbinden.
Man sollte sich während der Entscheidungsfindung, also vor der Beisetzung, die Frage stellen, wie die zukünftige Trauerbewältigung an der Grabstätte aussehen soll. Möchte ich eine Fläche zur individuellen Gestaltung nach eigenen Wünschen und Ideen, dann sollte besser eine herkömmliche Urnengrabstätte gewählt werden.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass diese Regelung auch an Gedenktagen, wie Geburtstag, Todestag oder am Totensonntag zur Anwendung gebracht werden muss.
Für Ihre Grabgaben haben wir auf jeder bestehenden Anlage Möglichkeiten zur Ablage von Blumen, Kränzen und Gebinden in zentraler Lage geschaffen.

Reihengrabstelle:

Einäscherung inkl. zweiter Leichenschau 230,27 EUR
Feierhallennutzung optional 128,00 EUR bis 179,00 EUR
Nutzungsrecht an einer Reihengrabstätte 704,00 EUR
Gruft Öffnen und Schließen inkl. Trägerleistungen 165,00 EUR
Verwaltungsgebühren 8,00 EUR
Friedhofsgebühren gesamt: 1.107,27 EUR

 

Wahlgrabstelle:

Einäscherung inkl. zweiter Leichenschau 230,27 EUR
Feierhallennutzung optional 128,00 EUR bis 179,00 EUR
Nutzungsrecht an einer Reihengrabstätte 740,00 EUR
Gruft Öffnen und Schließen inkl. Trägerleistungen 165,00 EUR
Verwaltungsgebühren 8,00 EUR
Friedhofsgebühren gesamt: 1.134,27 EUR

 

Wahlgrabstätte – fünf Jahre Verlängerung als Beispiel (Die Grabstätte muss um so viel Jahre verlängert werden, dass die zweitbeigesetzte Urne wiederum zwanzig Jahre ruht. Wenn z. B. fünf Jahre nach der Erstbelegung eine weitere Beisetzung durchgeführt werden soll, muss die Wahlgrabstätte um fünf Jahre verlängert werden)

Einäscherung inkl. zweiter Leichenschau 230,27 EUR
Feierhallennutzung optional 128,00 EUR bis 179,00 EUR
Verlängerung Nutzungsrecht – 5 Jahre a 37,00EUR /Jahr 185,00 EUR
Gruft Öffnen und Schließen inkl. Trägerleistungen 165,00 EUR
Verwaltungsgebühren 8,00 EUR
Friedhofsgebühren gesamt: 588,27 EUR